Nextbike 20220330

Nibelungen-Bike und Carsharing

Mobilität neu gedacht: Das Mobilitätskonzept der Nibelungen

Die Nibelungen baut nicht nur Wohnungen, sondern entwickelt Quartiere, in denen Mobilität von Anfang an mitgedacht wird. Aus einer Idee für das Nördliche Ringgebiet entstand ein ganzheitliches Mobilitätskonzept, das heute weit über einzelne Angebote hinausgeht und den Alltag der Mieterinnen und Mieter erleichtert.

Wohnen und Mobilität
gemeinsam denken

Mit der Entwicklung des Nördlichen Ringgebiets begann die Nibelungen bereits früh, sich intensiv mit der Frage zu beschäftigen, wie sich Wohnen und Mobilität sinnvoll miteinander verbinden lassen. Ziel war es, Alternativen zum klassischen Individualverkehr zu schaffen und gleichzeitig die Lebensqualität in den Quartieren zu erhöhen. Gemeinsam mit dem Verkehrsplanungsbüro ARGUS entstand ein Mobilitätskonzept, das bis heute die Grundlage für die Entwicklung neuer Quartiere bildet.

Dabei geht es nicht darum, das Auto zu ersetzen, sondern den Bewohnerinnen und Bewohnern eine echte Wahl zu ermöglichen: Wer Bus, Fahrrad oder Carsharing nutzt, soll dies bequem, unkompliziert und direkt vor der Haustür tun können.

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Wie sieht zukunftsfähige Mobilität in einem Wohnquartier aus? Dieses Video zeigt die Idee hinter dem Mobilitätskonzept der Nibelungen und erklärt, wie Bike- und Carsharing sowie weitere Angebote zu einem ganzheitlichen Konzept zusammengeführt werden – für mehr Lebensqualität in den Quartieren.

Viele Bausteine –
ein gemeinsames Ziel

Das Mobilitätskonzept verbindet unterschiedliche Angebote zu einem Gesamtsystem. Dazu gehören Carsharing, Bike-Sharing, E-Bikes und Lastenräder, hochwertige Fahrradabstellanlagen sowie eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und das Braunschweiger Ringgleis.

Ergänzt wird das Angebot durch praktische Alltagshelfer wie die Trolleyboys, Transportwagen und Fahrradanhänger, die Mieterinnen und Mieter kostenlos ausleihen können. Hinzu kommen Paketstationen sowie weitere Serviceangebote, die den Alltag erleichtern. Ziel ist es, verschiedene Mobilitätsformen intelligent miteinander zu verbinden und den Bewohnerinnen und Bewohnern attraktive Alternativen zum eigenen Auto anzubieten.

Das Mobilitätskonzept der Nibelungen

Das Mobilitätskonzept der Nibelungen entwickelt sich kontinuierlich weiter. Neben den ursprünglichen Bausteinen wie Bike- und Carsharing kommen immer wieder neue Angebote hinzu, die den Alltag der Mieterinnen und Mieter erleichtern. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit myflexbox: einer smarten Paketstation, die den Empfang und Versand von Paketen unabhängig von Öffnungszeiten oder der eigenen Anwesenheit ermöglicht.

Das Nibelungen-Bike bringt
Bike-Sharing nach Braunschweig

Ein besonderer Meilenstein des Mobilitätskonzepts war die Einführung des Nibelungen-Bikes. Als erstes Wohnungsunternehmen der Region initiierte die Nibelungen gemeinsam mit ihrem Kooperationspartner nextbike ein öffentliches Fahrradverleihsystem und holte Bike-Sharing als Pilotprojekt nach Braunschweig.

Ziel war es, neue Formen der Mobilität zunächst vorrangig in einem kleineren Rahmen zu entwickeln und damit zugleich einen Impuls für die gesamte Stadt zu setzen. Damit wurde aus einer Idee der Quartiersentwicklung ein Angebot, das weit über die Wohnquartiere der Nibelungen hinaus Wirkung entfaltete.

Ausgehend vom Nördlichen Ringgebiet entstand ein stetig wachsendes Angebot aus klassischen Fahrrädern, E-Bikes und Lastenrädern. Mieterinnen und Mieter der Nibelungen profitieren bis heute von vergünstigten Konditionen, während alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger das System nutzen können. Mit dem Nibelungen-Bike wurde aus einer Quartiersidee ein stadtweites Mobilitätsangebot.

Eine erfolgreiche Fortsetzung fand dieses Kapitel im Jahr 2025: Unter dem Namen VeloLeo wurde das ursprünglich von der Nibelungen initiierte Bike-Sharing-System auf eine neue Stufe gehoben. Seit Februar 2025 stehen 800 City- und E-Bikes bereit. Neben den bisherigen Standorten sind die Räder heute auch an Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie an weiteren stark frequentierten Orten im Stadtgebiet verfügbar. Das von der Nibelungen angestoßene Projekt für nachhaltige Mobilität wird damit erfolgreich weitergeführt und ist heute ein fester Bestandteil des Braunschweiger Stadtbildes.

Ein neues Mobilitätskonzept entfaltet seinen Nutzen erst, wenn die Menschen es kennen und nutzen. Neben Broschüren, Flyern und vielen weiteren Informationsangeboten setzte die Nibelungen deshalb früh auf ein lockeres Erklärvideo, das die neuen Mobilitätsangebote einfach und anschaulich vermittelt.

Als die Nibelungen das Bike-Sharing nach Braunschweig holte, stellte der damalige Oberbürgermeister Ulrich Markurth das Pilotprojekt persönlich vor. Das Video zeigt, mit welcher Idee das Mobilitätskonzept startete und wie aus einer Quartiersinitiative ein stadtweites Erfolgsmodell wurde.

Ein Konzept mit Wirkung

Dass das Mobilitätskonzept angenommen wird, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Jahre. Die Nutzung der Sharing-Angebote wächst kontinuierlich. Gleichzeitig entwickeln sich auch die Mobilitätsangebote stetig weiter und werden an die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst.

Neue Quartiere wie die Lichtwerk-Höfe greifen die Erfahrungen der vergangenen Jahre auf und integrieren Mobilitätsangebote bereits in der Planung. So versteht die Nibelungen Mobilität nicht als Zusatzangebot, sondern als festen Bestandteil moderner Quartiersentwicklung.

Die Entwicklung ist damit nicht abgeschlossen. Das Mobilitätskonzept wird kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Anforderungen angepasst. Das Nibelungen-Bike, aus dem inzwischen das stadtweite Angebot VeloLeo hervorgegangen ist, zeigt beispielhaft, wie aus einer Idee eines kommunalen Wohnungsunternehmens ein Mobilitätsangebot für eine ganze Stadt werden kann.