Im Südwesten Braunschweigs entstand das Vorzeige-Siedlungsprojekt der Braunschweigischen Landesregierung. Im Juli 1933 wurde die „Dietrich Klagges“- Gartenstadt, gemeinnützige Aktiengesellschaft, Braunschweig, gegründet. 39 Aktionäre stellten ein Aktienkapital von 150.000 Reichsmark zur Verfügung. Zu ihnen gehörten vor allem die großen Industriebetriebe des Landes Braunschweig, darunter die Automobilwerke Büssing, die Miag Mühlenbau u. Industrie AG, die Pantherwerke AG, die Brunsviga Maschinenwerke Grimme, die Brauerei Feldschlösschen Streitberg, die Franke & Heidecke GmbH sowie Gebr. Welger in Wolfenbüttel. Zum Kreis der Aktionäre zählten darüber hinaus auch Braunschweiger Kaufleute, Verleger, Rechtsanwälte und Apotheker sowie Banken wie die Dresdner Bank und einzelne Bankdirektoren.
Anfang 1939 ging die „Dietrich Klagges“-Gartenstadt AG mit dem Ziel einer Verschmelzung beider Unternehmen an die Stadt Braunschweig und Wilhelm Ehlers war ab Mai des Jahres Geschäftsführer beider Wohnbauunternehmen.
Peu à peu kaufte die Stadt Braunschweig die Aktien von den bisherigen Aktionären auf. Doch die Fusion war nur von kurzer Dauer: Am 15. Juli 1941 wurde das 1933 ins Leben gerufene Unternehmen zum Bau der Gartenstadt umbenannt in „Wohnstätten – Aktiengesellschaft Braunschweig, gemeinnütziges Wohnungsunternehmen“.