Forschungswohnungen Bochumer Str

Forschung für das Wohnen von morgen

Die Nibelungen entwickelt nicht nur Quartiere und Wohngebäude: sie gestaltet auch die Zukunft des Wohnens aktiv mit. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung entstehen Lösungen, die Menschen dabei unterstützen sollen, möglichst lange selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung leben zu können. Dieses Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung ist für ein kommunales Wohnungsunternehmen außergewöhnlich und zeigt den Anspruch der Nibelungen, Innovation immer in den Dienst der Menschen zu stellen.

Wohnen der Zukunft erforschen

Bereits im Jahr 2010 begann die Nibelungen gemeinsam mit dem Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik der Technischen Universität Braunschweig, sich mit einer zentralen Frage des demografischen Wandels auseinanderzusetzen:

Wie können technische Assistenzsysteme ältere Menschen dabei unterstützen, möglichst lange selbstständig in ihrer eigenen Wohnung zu leben?

Im Rahmen des Projekts „eHealth.Braunschweig“ entstand 2011 in der Hallestraße im Heidberg eine erste Forschungswohnung. Dort wurden innovative Assistenzsysteme unter realen Bedingungen erprobt – darunter intelligente Lichtsysteme, Sturzerkennung, Herdwächter sowie automatische Abschaltungen für verschiedene Haushaltsgeräte.

Forschung unter realen Bedingungen

Mit einer weiteren Forschungswohnung in der Halberstadtstraße sowie sechs Appartements in der Bochumer Straße in Querum wurde das Projekt ab 2016 konsequent weiterentwickelt.

Gemeinsam mit Forschungspartnern der Technischen Universität Braunschweig entstanden Wohnungen, in denen innovative Technologien nicht im Labor, sondern im Alltag erprobt wurden. Studierende lebten dort als Testpersonen und unterstützten gleichzeitig die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Systeme.

Zum Einsatz kamen unter anderem Bewegungs-, Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren sowie intelligente Gebäudetechnik. Ziel war es nicht, Menschen zu überwachen, sondern frühzeitig Veränderungen im Alltag zu erkennen, um im Bedarfsfall Unterstützung zu ermöglichen. So können technische Assistenzsysteme beispielsweise Hinweise auf gesundheitliche Veränderungen liefern und dazu beitragen, dass ältere Menschen länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung leben können.

Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf einem ressourcenschonenden Technikeinsatz: Die in Querum eingesetzten Kleinstrechner arbeiteten äußerst energieeffizient und benötigten trotz ihrer Vielzahl nicht mehr Strom als eine herkömmliche Zimmerlampe.

Forschung mit Mehrwert

Die Erkenntnisse aus den Forschungswohnungen fließen bis heute in die Entwicklung neuer Wohnkonzepte ein. Sie helfen dabei, technische Lösungen alltagstauglich weiterzuentwickeln und die Bedürfnisse der Menschen frühzeitig in die Planung neuer Projekte einzubeziehen.

Gleichzeitig versteht die Nibelungen Innovation nie als Selbstzweck. Neue Technologien sollen den Alltag erleichtern, Sicherheit geben und die persönliche Selbstständigkeit unterstützen – ohne den Menschen aus dem Mittelpunkt zu rücken.

Forschung geht weiter

Das Engagement der Nibelungen im Bereich Forschung und Entwicklung endet nicht mit den Forschungswohnungen. Gemeinsam mit Hochschulen, wissenschaftlichen Einrichtungen und weiteren Partnern entstehen kontinuierlich neue Ideen für das Wohnen von morgen.

Ein aktuelles Beispiel sind die Übergangspflegewohnungen, in denen untersucht wird, wie Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer Rehabilitationsmaßnahme möglichst selbstständig in den eigenen vier Wänden unterstützt werden können. Ziel ist es, neue Versorgungsformen zu entwickeln, die den Übergang zwischen medizinischer Behandlung und dem Leben zu Hause erleichtern.

So bleibt Forschung ein fester Bestandteil des Selbstverständnisses der Nibelungen – mit dem Anspruch, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Menschen einen echten Mehrwert bieten.